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Traditionen, Brauchtum & Feste rund um den Chiemsee

Brauchtum & Traditionen im Chiemgau

Die Menschen am Chiemsee haben sehr unterschiedliche Wurzeln. Hier leben miteinander traditions- bewusste Alt-Bayern, Zugereiste aus verschiedensten Phasen der jüngeren Zeitgeschichte und Menschen, die am Chiemsee ihren Zweitwohnsitz gewählt haben.

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Auch am Chiemsee wachsen heute zunehmend Kinder auf, die den bayerischen Dialekt gar nicht mehr oder nur noch teilweise beherrschen. Dennoch: Tradition und Brauchtum werden am Chiemsee und im Chiemgau großgeschrieben.

Ob es um die Pflege des Brauchtums in den Trachtenvereinen, die Pflege der bäuerlichen Theaterkunst und die Pflege der Volksmusik in den zahlreichen Gesangs- und Musikvereinen geht, viele Menschen am Chiemsee engagieren sich ehrenamtlich in unzähligen Vereinen.

Es ist nicht vorstellbar, dass etwa das traditionelle Aufstellen eines Maibaums, die Leonhardiritte, oder die zahlreichen See- und Dorffeste nicht zum alljährlichen Kulturgeschehen in den Dörfern rund um den Chiemsee gehören.

Das Aufstellen des Maibaums gehört zu den ersten besonderen Veranstaltungen des Jahres. Es geht nach gesicherten Quellen auf eine keltische Traditon zurück. Als Symbol der Fruchtbarkeit gilt der Maibaum angeblich bereits über 8.000 Jahre.Als Aufstellungs- termin gilt seit langem der 1. Mai.

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Das Brauchtum um den Maibaum wird von den Burschenvereinen der Gemeinden erhalten und gepflegt. Besonders das Stehlen des Maibaums wird nach strengen Ritualen zelebriert.

Einige Wochen vor dem 1. Mai herrscht daher in vielen Gemeinden im Chiemgau Ausnahme- zustand. Die Burschen arbeiten fleißig an ihrem „Stangerl“ und freuen sich auf den Tag, an dem ihr weiß-blaues Schmuckstück aufgestellt wird.

Doch für manche ist die eigentliche Herausforderung, den Maibaum im Nachbardorf zu stehlen, wobei die „königlich bayerischen Regeln“ eingehalten werden müssen. So darf der Baum etwa beim Stehlen nicht beschädigt werden und vor allem muss das Stehlen so ablaufen, dass auf gar keinen Fall die Justiz eingeschaltet werden muss.

Für den gestohlenen Maibaum muss eine angemessene Auslöse bezahlt werden, im Regelfall ein paar Fässer Bier und eine angemessene Brotzeit.

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Zwei Plattler

Aber auch die zu Ehren des heiligen Leonhard alljährlich in vielen Gemeinden um den Chiemsee im Herbst veranstalteten Leonhardi-

Ritte mit Pferdesegnung sind ein bunter Höhepunkt des Brauchtumsjahres. Der lokale Kult des hl. Leonhard verbreitete sich gegen Ende des 11. Jh. auch in Deutschland; besonders in Österreich, Bayern und Schwaben.

In einigen Regionen wurde er zu einem der beliebtesten Volksheiligen, der zuweilen sogar den Vierzehn Nothelfern bei gezählt wird. Ursprünglich Patron der Gefangenen, wird er schließlich zum Schutzherrn aller Bauernanliegen, der Wöchnerinnen und Kranken und vieler Berufsgruppen, so zum Beispiel der Bergleute, Böttcher, Butterhändler, Fuhrleute, Hammer- und Kupferschmiede, Schmiede und Stallknechte und auch noch des Viehs, insbesondere der Pferde.